Montag, 20. November 2017

I have a dream … that all genres are treated equally

Alle Jahre wieder …
Buch, Landschaft, Natur, Wind, Wetter, Herbst, Frau
Bild von Jonny Lindner/Comfreak auf pixabay.com

Es geht mir immer wieder auf den Zeiger, dass wir angeblich auf allen Gebieten Gleichberechtigung anstreben, aber doch überall Gruppen oder Einzelne unterbuttern. In Alltag und Politik liegt es auf der Hand – sollte es wenigstens, was es auch nicht besser macht. Das gilt aber eben auch für die Kunst. In diesem speziellen Fall - kurz ausgeliehen - für die Literatur.

Mal abgesehen davon, dass kein Preis und keine Auszeichnung der Welt ein Buch zu einem guten Buch machen, sondern jeder Leser das individuell jedes Mal wieder für sich selbst entscheidet und sieht, ob er persönlich etwas daraus zieht, kann ich es nicht mehr lesen/hören, dass mit Vorliebe Fantasy, Sci-Fi und Horror (ja, immer noch, nach all den Jahren) als platt und oberflächlich bezeichnet werden, keinen Tiefgang haben, keine ‚wichtigen‘ Themen anschneiden etc. Mit Verlaub gesagt: das ist Bullenhaishit! Natürlich gibt es in den Bereichen ‚leichte‘ Lektüre, Trash, was auch immer. Aber das ist in JEDEM Genre so, und ich möchte dem nicht mal seinen eigenen Reiz absprechen. Zumal ‚wichtig‘  eine sehr subjektive Kategorie darstellt.
Wer so daher plappert, hat offenbar noch nicht mal an der Oberfläche der jeweiligen Genres geschabt. Gesellschaftskritik, das Offenlegen von Ängsten, Bespiegelung moralischer oder politischer Verhältnisse usw. sind seit jeher Teil der Phantastik gewesen und kein beträchtlich kleiner dazu.
Nur weil es mal keine Nazis oder Sklaven sind, die uns präsentiert werden, können dennoch genau jene ‚großen‘ Themen behandelt werden, und ihr werdet es kaum glauben, auch noch eine Menge anderer dazu. Womöglich werden sie bloß anders verpackt. Nicht ganz so offensichtlich, auf etwas abstrahiertem Niveau vielleicht. Genau genommen, könnte man da gar von höherem Anspruch sprechen (wenn man denn wollte), weil diese Art von Werk sogar auf mehr Ebenen gebrochen, gespiegelt, gefiltert und durchdacht  worden ist als die blanke Abbildung realistischer Begebenheiten. Aber es geht mir nicht darum die hierarchischen Verhältnisse umzukehren.

Jedes Genre hat seine Berechtigung in all seinen Facetten zu existieren. Keines ist ‚besser‘ als das andere. Natürlich mögen wir mitunter für uns persönlich ein bestimmtes präferieren, aber das gibt niemandem das Recht die anderen abzuwerten. Zumal mir nicht mal ein echter Grund dafür einfallen mag, das überhaupt tun zu wollen. Was hat man davon? Gibt es sonst nichts zu tun – Müll rausbringen, Hungersnot bekämpfen? Muss man sich sogar schon wegen solcher Dinge streiten und beleidigen?
Wir können gerne Meinungen diskutieren und unterschiedlich interpretieren. Teilt mir gerne mit, warum ihr was schöner, interessanter, bewegender, lustiger, melancholischer findet als etwas anderes, aber bitte verschont mich vom Missionieren.

Es wäre so wohltuend, wenn wir uns endlich aus dieser dummen Dauerspirale verabschieden könnten, in der wir in dem ständigen Versuch kreisen ein Genre, einen Künstler, einen Gott als allgemein gültig über den anderen zu erheben.

Ein Hoch auf die Vielfalt! Oder: Lesen und lesen lassen!
Schreibt und malt und denkt und komponiert, was ihr wollt. (ß Ich fasse es nicht, dass es nach wie vor solcher Freiheitsplattitüden bedarf.)
Erzählung, Geschichte, Traum, Erzählen, Märchen, Buch
Bild von Jonny Lindner/Comfreak auf pixabay.com
Nicht alles ist für jeden Gold. Möglicherweise mögen manche Silber sowieso lieber. ;)


Euer vor Rage zitternder – na gut, doch wohl eher kopfschüttelnder – Bilingu-Aal Wordsworth Weirdworld

Montag, 28. August 2017

Update: aufgrund gesundheitlicher Differenzen Autorin nicht vor Ort: Phantastika

Bilingu-Aal Wordsworth Weirdworld, sprich meine Aaligkeit, hängt derzeit in angestrengten Verhandlungen mit der gänzlich halbierten oder wenigstens halben Götterwelt Ägyptens. Aufgrund der intensiven Auseinandersetzung habe ich abseits davon lieber geschwiegen, doch nun wird es Zeit die Stille zu brechen, um wenigstens eine Kleinigkeit hinter den Kulissen hervorzuzerren und ins Licht der Ankündigung zu stellen.


Meine Lieblingsschriftstellerin, der zu Ehren ich diesen Blog meistens leite, wenn ich nicht gerade - ach, siehe oben - wird wieder öffentlich lesen, und zwar auf der Phantastika 2017 in Oberhausen. Ihr findet sie als Henne im Körbchen ihrer Mistreiter, hoppla, Mitstreiter am Samstag, 02. September im Saal Helsinki, wo sie die Hölle allein durch ihre Stimmgewalt versenken werden.


Los geht's ab 11.30 Uhr und ihr habt etwa eine Stunde lang nichts Besseres vor. ;)
Denn zum allerzweiten Mal in der Geschichte überhaupt wird Frau Bode ihre Erasmus Emmerich-Lesung im Duett mit dem Sprechertalent Daniel Huster vortragen (ohne Gesang).

Nicht lang fackeln, wir erwarten Sie und Euch zum hell erleuchteten Specktakeln dort!

Hibbelig zitternd,
Bilingu-Aal Wordsworth Weirdworld


P.S.: Natürlich sind zudem Meets & Greets & Talks ihrer Schreiblichkeit am Stand des Art Skript Phantastik Verlags nicht ausgeschlossen.


Montag, 22. Mai 2017

Hüpft an, den Schreibpfad entlang!

Ein neues Schreibprojekt ist jedes Mal ein bisschen so, als würde man das Laufen neu erlernen. Man glaubt in etwa zu wissen, wie es geht. 😉 Aber nur weil es beim letzten Mal auf Asphalt geklappt hat, heißt das nicht, dass es auf Kies, Schotter, Sand, Wiese oder Wasser genauso gut laufen wird.
Jedes Projekt birgt neue Gefahren und Hindernisse. So mag man unterwegs nicht nur meinen, meilenweit vom Weg abgekommen zu sein, im Kreis oder gar in die völlig falsche Richtung zu laufen, nein, mitunter glaubt man vielleicht sogar wohl einfach das völlig falsche Paar Füße eingepackt zu haben. Aber gut, nun ist es so, wir haben eben nur die einen mit. Wenn wir also jemals an ein Ziel gelangen möchten, irgendwo ankommen wollen, stellen wir uns der Herausforderung, setzen einen Fuß vor den anderen, erklimmen Stein um Stein und lernen das Laufen eben neu. Bis das Projekt – im besten Fall – einfach mit uns davonrennt.
Das mag schwierig und hart klingen, zerrt mitunter an den Kräften und bedarf einer gewissen Ausdauer, birgt aber auch das größte Vergnügen. Wagen wir uns also mutig auf neues Terrain! Stolpern wir immer und immer wieder los!

Aus der aktuellen Schreibwerkstatt. C. Katharina F. Bode

Es grüßt, mit einem aufdringlich zappelnden Bilingu-Aal im Hintergrund,
die Autorin höchstselbst 👻



Montag, 13. März 2017

Erasmus Emmerich im Nominierungshagel

Wir wollen heute nur kurz unsere Freude darüber teilen, dass Erasmus Emmerich es von der Longlist gar auf die Shortlist der letzten drei Debütromane für den Seraph 2017 geschafft hat. Wem der Preis letztlich verliehen wird, erfahren wir und Sie und ihr am 23.03.2017 bei der Verleihung auf der Leipziger Buchmesse, wo die Autorin bereits den gesamten Tag über anzutreffen sein wird.

Am Stand des Verlags Edition Roter Drache signiert sie das frisch erscheinende Werk Der Schneckenreiter - Stadt der Uhren, und liest um 14.30 Uhr auf der Fantasy-Leseinsel aus Yggdrasil - Fenrir und Loki, einer Anthologie, die sie als Herausgeberin betreut hat. Dazwischen darf man sie aber gerne ansprechen oder mit Keksen ködern ...




Zudem ist Erasmus Emmerich unterdessen auf die Longlist des Deutschen Phantastik Preises 2017 gesprungen, für den dieses Mal keine Jury, sondern allein die Leser, sprich SIE, werte Damen und Herren, abstimmen dürfen. Zum Wahllokal geht es hierhin, bitte.

Das ist dann auch genug an Information für einen Montagmorgen.

Es grüßt vor heller Aufregung zitternd,
Ihr Bilingu-Aal  Wordsworth Weirdworld

Mittwoch, 18. Januar 2017

Longlist für Seraph 2017

Die Phantastische Akademie e.V. hat ihre Longlist für den Seraph Literaturpreis 2017 bekannt gegeben.
Es darf geraten werden, wer sich dort wohl eingefunden hat. Na?

Wie der ausgebuffte Ermittler das wieder angestellt hat, weiß nicht mal die Autorin. Stattdessen fühlt sie sich einfach erstaunt und geehrt zum Kreis der diesjährigen Debütanten zu gehören. Wir fragen uns an dieser Stelle allerdings, ob es wohl auch Debünichten gibt, oder mitnichten? :P Ob bald Forderungen nach Efrauzipation laut werden und daher wenigstens eine Erweiterung um Debüonkel erforderlich wird?
Genug geschwafelt.

Herzliche Gratulation an die "Auserwählten" und viel Erfolg! Im März werden wir alle schlauer sein, mal sehen ob es der gute alte Emmerich so lange (mit)macht.

Wir sagen danke bis hierher!

Wie stets i.A. (nein, kein Esel, sondern nach wie vor Ihr & euer Bilingu-Aal)
Wordsworth Weirdworld

Sonntag, 10. Juli 2016

Erasmus Emmerich auf die Welt losgelassen

Böller leuchten und es kracht,

ja ganz recht, es ist vollbracht!


Der erste Roman der Reihe "Erasmus Emmerich & die Maskerade der Madame Mallarmé" wurde veröffentlicht! Und wie immer getreu dem Motto: Alles vor seiner Zeit.
Ein Fehler im System und schwupps ist der Emmerich eben spontan früher erschienen. Von nun an (seit 5. Juli) befindet er sich also in freier Wildbahn und kann überall geschossen - oder doch lieber erworben und sanft an den Seiten gekitzelt - werden.
Jetzt bleibt uns nur noch, euch viel Vergnügen mit dem kuriosen Knaben zu wünschen und eurer Meinungen zu harren, so ihr denn (mit-)teilungsbedürftig seid.

Dazu empfehlen wir einen 1870er Chateau-Tä-Tee.




Sonntag, 26. Juni 2016

Man hört die Schreie schon Weitem: DPP 2016! Endrunde!

Es ist also wieder soweit, die Haupt- und gleichsam Endrunde des Deutschen Phantastik Preises wurde eingeläutet und läuft noch bis zum 17.07.
Die je 5 Finalisten der verschiedenen Kategorien 2016 stehen fest und allein EURE Stimmen entscheiden, wer den Preis letztlich mit nach Hause nehmen darf.
Irgendwie hat Erasmus Emmerich es doch tatsächlich geschafft sich auf diese Shortlist zu bugsieren, ja, sich direkt ins Finale hineinzuschlawinern.
Der flüchtig bekannten Wahrscheinlichkeit nach hattet ihr da großen Anteil dran. Schließlich ist der DPP ein Publikumspreis.
Emmerich, Qualmfee, Katharina und ich danken euch vielmals und würden uns natürlich riesig freuen, wenn ihr ihm nun noch ein weiteres Mal eure Stimmen leihen würdet.

Nominiert sind wir in der Kategorie "Beste deutschsprachige Kurzgeschichte" mit Erasmus Emmerich & der zinnoberrote Zinnsoldat.
Zudem mit seiner Heimanthologie Die dunkelbunten Farben des Steampunk in der Kategorie "Beste Original-Anthologie".
Zur Wahl geht es HIER entlang.



Das Abstimmen ist ganz einfach:
1.) Gebt eure E-mail-Adresse ein (damit sich nicht jeder selber 100 Mal wählen kann) und klickt auf Senden/Speichern.
2.) Im Anschluss erhaltet ihr flugs per Mail einen Zugangscode. Gebt ihn mit an und schon könnt ihr aus den Listen eure Favoriten auswählen.
3.) Am Ende das Speichern nicht vergessen.

Jede/r Nominierte freut sich bestimmt über eine rege Beteiligung. So ist es für uns bereits Ehre und Vergnügen überhaupt dabei sein zu dürfen, dass mein Herz bloß noch dichten möchte. Hier eine kleine Kostprobe meiner hochliterarischen Poesie:
Yuupiduuh!
Ich freu mich suuu!

Ja, das war großartig, gänzlich phantastisch, ich bin noch begeisterter als zuvor und kann euch in dieser Stunde des (W)Aa(h)lkampfes nur versichern:
Erasmus Emmerich wird weiter kämpfen - für das Recht auf Individualismus, viele Prisen Unsinn, reichlich Apfelkuchen, die Freiheit explodierender Erfindungen und ... ach, vermutlich hüpfen wir einfach weiter rund und rund im Kreis herum.

Euer vor Aufregung zitternder Bilingu-Aal
Wordsworth Weirdworld